2014 und älter…

Positionen und Stellungnahmen 2014

Die nächsten Schritte gehen: Assistierte Ausbildung jetzt verankern und umsetzen!

Kurz und bündig: Zentrale Aussage: Nachdem das Konzept der „Assistierten Ausbildung” derzeit auf große Resonanz stößt und verbreitet werden soll, kommt es darauf an, dieses regelhaft einzuführen und zu finanzieren. Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit nennt – in Fortschreibung seines Positionspapiers zur Assistierten Ausbildung im Juli 2014 – notwendige Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung und nächste Schritte zur gesetzlichen Verankerung der Assistierten Ausbildung. Stellungnahme (467kB) Weitere Informationen:

Ausbildung weiterentwickeln


Assistierte Ausbildung ausweiten und absichern – damit mehr junge Menschen erfolgreich eine Ausbildung bewältigen!

Kurz und bündig: Zentrale Aussage: Mit der Assistierten Ausbildung können Jugendliche mit Unterstützungsbedarf während einer Ausbildung und Betriebe, die diese Jugendlichen ausbilden wollen, gleichermaßen sachgerecht unterstützt werden – mehr Jugendliche können so einen anerkannten Berufsabschluss erreichen. Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit formuliert wesentliche Eckpunkte zum Verständnis der Assistierten Ausbildung und notwendige Schritte zu einer flächendeckenden Einführung. Positionspapier (550kB) Weitere Informationen:

Ausbildung weiterentwickeln


Gestaltung von „Jugendberufsagenturen“ – Impulse und Hinweise aus der Jugendsozialarbeit

Eckpunktepapier „Die Zusammenarbeit der Akteure am Übergang in den Beruf verbessern und junge Menschen stärken!“ Mit diesem Papier möchte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit die Diskussion um Rahmenbedingungen für eine verbesserte Zusammenarbeit im Kontext von „Jugendberufsagenturen“ anregen und Leitideen vorstellen. Eckpunktepapier (476kB) Weitere Informationen:

Kooperation von Jugendhilfe und Arbeitsförderung


Jungen Flüchtlingen Bildung und Ausbildung sichern!
Forderungen der Jugendsozialarbeit zur Verbesserung der Situation junger Menschen ohne langfristig gesicherten Aufenthalt in Deutschland Kurz und bündig Zentrale Aussage: Eine erfolgreiche Bildung und Ausbildung junger Menschen in Deutschland darf nicht an aufenthalts- und sozialrechtlichen Hürden scheitern. Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Jugendsozialarbeit will und muss auch junge Menschen ohne gesicherten Aufenthaltsstatus erreichen und gezielt fördern, damit deren Chancen auf einen Schul- und Berufsabschluss gesteigert und möglichst gesichert werden. Damit die Förderung junger Flüchtlinge konsequenter erfolgen kann, werden notwendige Änderungen sowohl bei den Rahmenbedingungen als auch für die konzeptionellen Zugänge aufgezeigt. Positionspapier (771kB) Weitere Informationen:

Chancengerechtigkeit


Kein „Weiter so“ auf dem Ausbildungsmarkt: neue Wege sind nötig, um Ausbildung für alle jungen Menschen zu ermöglichen
Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2014 Kurz und bündig Zentrale Aussage: Die Bundesorganisationen der Jugendsozialarbeit treten für umfassende Verbesserungen auf dem Ausbildungsmarkt ein. Die bereits im Koalitionsvertrag ankündigte „Ausbildungsgarantie“ muss daher möglichst rasch verbindlich umgesetzt werden. Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Ziel des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit ist es, dazu beizutragen, allen Jugendlichen eine Ausbildung und den erfolgreichen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen. Die Jugendsozialarbeit zeigt auf, wie Jugendliche besseren Zugang zu einer Berufsausbildung bekommen und bei Bedarf darin unterstützt und begleitet werden, die Anforderungen dieser Berufsausbildung zu bewältigen. Stellungnahme (482kB) Weitere Informationen:

Ausbildung weiterentwickeln


Was garantiert Europa der Jugend?
Eine erfolgreiche nationale Umsetzung der EU-Jugendgarantie kann nur als Ausbildungsgarantie gelingen Kurz und bündig Zentrale Aussage: Mithilfe der Jugendgarantie soll Jugendlichen nach höchstens vier Monaten Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung, Lehrstelle oder Weiterbildung angeboten werden, um der immens hohen EU-Jugendarbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Anders als in vielen europäischen Staaten ist in Deutschland weniger die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit vordringlich, sondern die große Zahl junger Menschen, die langfristig ohne qualifizierte Ausbildung bleiben. Die jugendpolitische Herausforderung lautet, allen jungen Menschen Ausbildung zu ermöglichen, und zwar durch kohärente Förderung und eine verbindliche Ausbildungsgarantie! Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht nur in einer Ausbildungsgarantie eine angemessene nationale Implementierung der EU-Jugendgarantie, weil ansonsten weder von einer Garantie noch von einer echten Verbesserung für die betroffenen Jugendlichen ausgegangen werden kann. Positionspapier (384kB) Weitere Informationen:

Ausbildungsgarantie jetzt!


Positionen und Stellungnahmen 2013

„Agenda für Ausbildung und Teilhabe: Wir brauchen eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen!“

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Eine Ausbildungsgarantie würde jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz finden, weil sie über keine oder lediglich eine niedrige formale Qualifikation – wie etwa einen Hauptschulabschluss – verfügen, neue Möglichkeiten eröffnen, einen anerkannten Berufsabschluss zu erreichen.

Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Die neue Bundesregierung wird aufgefordert, eine Ausbildungs- und Fördergarantie für alle Jugendlichen in das Regierungsprogramm aufzunehmen und zeitnah umzusetzen. Damit kann eine notwendige Weichenstellung für eine kohärente Förderung am Übergang Schule-Beruf erfolgen, die zukünftig verhindert, dass junge Menschen langfristig ohne berufliche Qualifikation bleiben.

Positionspapier (478kB)

Weitere Informationen:

Ausbildung für alle


„Das neue Fachkonzept BvB-Pro hält (noch) nicht das, was es versprach“
Stellungnahme

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Mit dem neuen Fachkonzept BvB-Pro der Bundesagentur für Arbeit gelingt es bisher nur in geringem Maße, Förderangebote für junge Menschen durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) mit produktionsorientiertem (Pro) Ansatz bereitzustellen. Die Umsetzung erfolgte bisher nur vereinzelt und eher schleppend. Produktionsschulen und Jugendwerkstätten konnten – entgegen der eigentlichen Zielsetzung – von dem Konzept kaum profitieren.

Was wollen wir mit diesem Papier erreichen: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich für eine Stärkung von betriebsorientierten Lernkonzepten – wie sie z.B. in Produktionsschulen und Jugendwerkstätten umgesetzt werden – ein. Damit solche Konzepte – kofinanziert mit Hilfe von BvB-Pro – in den Ländern und Kommunen erfolgreich realisiert werden können, bedarf es einer rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit und neuer Finanzierungsregelungen. Konkrete Hinweise zur Verbesserung der Rahmen- und Umsetzungsbedingungen finden sich in diesem Papier.

Stellungnahme (429kB)

Weitere Informationen:

Kooperation von Jugendhilfe und Arbeitsförderung


„Von den jungen Menschen ausgehen! Die Vergabe verändern, damit die Qualität den Ausschlag gibt“
Positionspapier

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Ein neues, dezentrales Vergabeverfahren muss zukünftig sicherstellen, dass tatsächlich ein fairer Wettbewerb um die Qualität von pädagogischen Förderangeboten entstehen kann und nicht letztendlich der niedrigste Preis entscheidet. Sowohl die Kompetenz der Träger als auch die angemessene Beteiligung der Jugendlichen bei der Leistungserbringung müssen berücksichtigt werden. Über transparente und objektive, gemeinsam festgelegte Prüfkriterien können Träger mit besonderer Erfahrung und Kompetenz mit der Förderung der jugendlichen Zielgruppe und in der regionalen Struktur langfristig beauftragt werden.

Was wollen wir mit diesem Papier: Vor dem Hintergrund der Expertise und neuen europäischen und nationalen Entwicklungen – hier vor allem bei der Vergabeverordnung, über die der Bundesrat noch im September abstimmen wird – bietet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit Antworten auf aktuelle Fragen zur Qualitätssicherung.

Positionspapier (474kB)

Weitere Informationen:

Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen


„Ausbau statt Abbau – Schulsozialarbeit sichern und entwickeln!“
Positionspapier

Kurz und Bündig

Zentrale Aussage: Schulsozialarbeit unterstützt das soziale Zusammenleben, fördert Chancengleichheit, trägt dazu bei, Schulabbrüche zu vermeiden und erweitert Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftsperspektiven für alle Kinder und Jugendlichen. Mit Hilfe der vom Bund zur Verfügung gestellten zusätzlichen Finanzmittel im Kontext des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) wurden seit 2011 rund 3000 Stellen in der Schulsozialarbeit geschaffen. Durch die Ende 2013 auslaufende Finanzierung des Bundes sind diese Stellen in ihrem Fortbestand akut bedroht.

Was will dieses Papier: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert Bund, Länder und Kommunen auf, (1) aktuell vorhandene Restmittel aus dem BuT 2012/2013 möglichst unbürokratisch für die Weiterführung der Schulsozialarbeit zur Verfügung zu stellen, (2) für eine langfristige Absicherung der neu geschaffenen Stellen zu sorgen sowie (3) den nachhaltigen, personellen und qualitativen Ausbau der Schulsozialarbeit voran zu bringen.

Positionspapier (493kB)

Weitere Informationen:

Bildungs- und Teilhabepaket


Kein „weiter so“! Erfolgreiche Übergänge in den Beruf müssen allen Jugendlichen ermöglicht werden
Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2013

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Keineswegs für alle Jugendlichen hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt entspannt – es fehlen Ausbildungsplätze sowie eine angemessene Förderung, so dass weiterhin fast 270.000 junge Menschen nach der Schule keinen Ausbildungsplatz finden.

Was will dieses Papier: Insbesondere für benachteiligte Jugendliche ist es schwierig, die Ausbildungs- und Übergangssituation allein zu meistern – die Förderung und Unterstützung vor und während der Ausbildung muss kontinuierlich gewährleistet werden. Der Kooperationsverbund zeigt auf, welche Schritte nötig und möglich sind, um bestehende Hürden abzubauen und die Ausbildungssituation tatsächlich für alle Jugendlichen zu verbessern.

Stellungnahme (266kB)

weitere Informationen:

Ausbildung für alle


Positionen und Stellungnahmen 2012

Gegen das Primat des Preises! Die Qualität der Berufseinstiegsbegleitung ist in Gefahr!
Die Weiterführung der Berufseinstiegsbegleitung muss optimal ressourcen- und qualitätsorientiert die Förderung der Jugendlichen realisieren.

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Die derzeit in Sachsen und Nordrhein-Westfalen bei der Vergabe von Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung nach § 49 SGB III durch die Regionalen Einkaufszentren (REZ) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu beobachtende Auswahl der Träger folgt an vielen Standorten der Logik des niedrigen Preises. Wo dies der Fall ist, wird die Zielsetzung der Berufseinstiegsbegleitung konterkariert und deren Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zerstört.

Was will dieses Papier: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert, die Weiterführung der Berufseinstiegsbegleitung so zu sichern, dass bewährte Kooperationen fortgesetzt werden können und eine den Anforderungen angemessene Bezahlung für entsprechend qualifiziertes Personal erfolgt. Da dies an einigen Standorten durchaus gelingt, ist offensichtlich, dass dies auch unter den Voraussetzungen der Vergabe möglich ist.

Positionspapier (421kB)

Weitere Informationen:

Berufseinstiegsbegleitung


„Wann, wenn nicht jetzt? – Das Recht auf Ausbildung umsetzen!“

Aufruf des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit gemeinsam mit dem DGB und der GEW zum Beginn des Ausbildungsjahres 2012

Aufruf Ausbildungsgarantie (454kB) Ausbildung für alle jungen Menschen: Diskriminierung beenden – Vielfalt fördern
Notwendige Veränderungen zur Verbesserung der Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund und der Beitrag der Jugendsozialarbeit

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind im deutschen Bildungs‐ und Berufssystem – von der Grundschule bis zum Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt – von (messbaren und in zahlreichen Untersuchungen belegten) Benachteiligungen betroffen.

Was will dieses Papier: In prägnanter Form wird die aktuelle Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund dargelegt. Für die unterschiedlichen Akteure werden konkrete Handlungsempfehlungen vorgelegt und es wird abschließend aufgezeigt, inwiefern die Jugendsozialarbeit zu Verbesserungen beitragen kann.

Positionspapier (538kB)

Weitere Informationen:

Chancengerechtigkeit


Junge Menschen nicht zu „Bildungsverlierern“ machen!
Bildungspolitik und Bildungssystem müssen weiterentwickelt werden, um Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen herzustellen

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Es gelingt dem Bildungssystem weiterhin nicht genügend, die von Benachteiligung betroffenen Kinder und Jugendlichen zu fördern. Grundlegende Änderungen sind daher nötig.

Was will dieses Papier: Regelmäßig nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit – im Rahmen seines Bildungsmonitorings – zu den Nationalen Bildungsberichten Stellung. Er benennt konkrete Änderungsbedarfe, um zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu kommen. Wesentlich hierfür ist der Beitrag, den die informellen und non‐formalen Bildungsanbote der Jugendhilfe und vor allem die Bildungs‐ und Ausbildungsangebote der Jugendsozialarbeit leisten können, um Benachteiligung entgegenzuwirken und Kompetenzen junger Menschen umfassend zu fördern.

Stellungnahme (497kB)

Weitere Informationen:

Bildung und Bildungspolitik


„Zukunftschancen junger Menschen nicht länger vergeben!“
Von der zentralen Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen zu qualitätsorientierten, dezentralen Verfahren – damit die Förderung junger Menschen gelingt!

Kurz und bündig:

Zentrale Aussage: Die Praxis der Vergabe durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist aus Sicht der Jugendsozialarbeit unhaltbar. Kontinuität, Zuverlässigkeit und pädagogische Qualität der Förderung junger Menschen sind genauso wenig zu erreichen wie Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ein neues, dezentrales Verfahren muss zukünftig sicherstellen, dass tatsächlich ein fairer Wettbewerb um die Qualität von Maßnahmen entstehen kann und nicht wesentlich ein niedriger Preis entscheidet.

Was will dieses Papier: Wie lassen sich pädagogische Qualität und wirtschaftliche Leistungserbringung so vereinbaren, dass passende Förderangebote sichergestellt werden können? Hierzu bietet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit mit diesem Papier Antworten. Die negativen Auswirkungen der Vergabepraxis für die Förderung junger Menschen und die Träger der Maßnahmen werden – auch mit konkreten Beispielen aus der Praxis – beschrieben und nachgewiesen. Diese müssen – auch für Politik und Verwaltung – bekannt sein, um die derzeitige Vergabepraxis beurteilen zu können. Es werden Kriterien abgeleitet, die für eine qualitätsorientierte Form der Beauftragung gelten müssen. Als eine mögliche Alternative zur Vergabe wird u. a. die Leistungserbringung im sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis gesehen.

Positionspapier (522kB)

Weitere Informationen:

Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen


„Wann, wenn nicht jetzt? Ausbildungschancen für alle jungen Menschen!“
Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2012

Kurz und bündig:

Zentrale Aussage: Für viele Jugendliche hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt keineswegs entspannt – es fehlen Ausbildungsplätze sowie eine angemessene Förderung, sodass weiterhin fast 300.000 junge Menschen nach Schulabschluss in Maßnahmen statt Ausbildung münden.

Was will dieses Papier: Für die Jugendsozialarbeit ist die fortlaufende Analyse der Ausbildungssituation notwendig, um politische Handlungsempfehlungen aussprechen und Konsequenzen für die eigene pädagogische Arbeit ableiten zu können. Das Papier zeigt auf, dass sich die Ausbildungssituation insbesondere für benachteiligte Jugendliche keineswegs „von allein“ bessern wird – die Förderung und Unterstützung vor und während der Ausbildung muss kontinuierlich gewährleistet werden.

Stellungnahme (499kB)

Weitere Informationen:

Ausbildung für alle


Schreiben an die Träger der Berufseinstiegsbegleitung

„Berufseinstiegsbegleitung in Gefahr – geplante flächendeckende Einführung rückt in weite Ferne!“

Schreiben an die Träger (454kB)


Schreiben an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

zum Verordnungsentwurf AZAV (Stand 02.01.12) vom 13. Januar 2012

Schreiben AZAV (464kB)


Positionen und Stellungnahmen 2011

„Die Berufseinstiegsbegleitung als Regelinstrument der Integrationsförderung – Aktuelle Handlungsbedarfe und Hinweise zu einer verbesserten Umsetzung“
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Die Berufseinstiegsbegleitung ist mit der aktuellen Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente als neues Instrument in den Gesetzeskatalog des SGB III aufgenommen worden. Neben offenen Fragen zur finanziellen Absicherung der Berufseinstiegsbegleitung sieht der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit dabei verschiedene Probleme in der praktischen Umsetzung sowie in den Vergaberichtlinien und zeigt konkrete Veränderungsbedarfe auf.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit begrüßt sehr, dass die Berufseinstiegsbegleitung zukünftig zu einem Regelinstrument der Arbeitsförderung wird. Mit der gesetzlichen Verankerung ist allerdings die flächendeckende und kontinuierliche Fortsetzung dieser wichtigen Unterstützung für junge Menschen auf dem Weg in den Beruf keineswegs gesichert. Aktuell sind Fragen der Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung nicht geklärt: Ab Sommer 2012 kann diese Begleitung nur umgesetzt werden, wenn neben der Bundesagentur für Arbeit (BA) andere Beteiligte mit mindestens 50 % in die Finanzierung einsteigen – hier ist vor allem an die Bundesländer gedacht. Aktuellen Informationen zufolge kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass dieses Modell rechtzeitig zustande kommt – die Fortführung der schon installierten Berufseinstiegsbegleitung an über 1.000 Schulen ist somit in Frage gestellt.

Positionspapier (465kB)

Weitere Informationen:

Berufseinstiegsbegleitung


„Die Zeit für den Ausbau der Schulsozialarbeit ist jetzt!“
Jugendsozialarbeit sieht Regelungs- und Handlungsbedarf, damit zusätzliche Bundesmittel gezielt zur besseren Förderung und Teilhabe junger Menschen eingesetzt werden
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich seit langem für den Ausbau und die Absicherung der Schulsozialarbeit ein. Die Notwendigkeit des Ausbaus wird nicht nur von den Schulen, der Jugendhilfe, von Eltern und Schülern/‐innen herausgestellt – er wird auch von der Politik in Bund und Ländern bejaht. Dennoch gibt es viele Schulen, die nach wie vor ganz ohne dieses sozialpädagogische Angebot auskommen müssen. Häufig sind die Fachkräfte in der Schulsozialarbeit nur befristet beschäftigt – abgesicherte Strukturen fehlen in den meisten Ländern und Kommunen.

Nachdem sich Bund und Länder im Februar – im Rahmen des weiteren Vorgehens bei den Hartz‐IV‐Regelsätzen – darauf verständigt haben, dass der Bund bis zum Jahr 2013 eine Summe in Höhe von 400 Millionen Euro jährlich für die verstärkte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellt, sollen nun unter anderem rund 3.000 neue Stellen für die Schulsozialarbeit geschaffen werden. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit begrüßt und unterstützt den inzwischen bundesweit zu verzeichnenden Ausbau der Schulsozialarbeit, sieht aber nach wie vor Regelungs‐ und Handlungsbedarf im Hinblick auf den bedarfsgerechten Einsatz der zusätzlichen Bundesmittel.

Positionspapier (447kB)

Weitere Informationen:

„Zum aktuellen Stand des Ausbaus der Schulsozialarbeit – Update September 2011“

Informationspapier (258kB)

Ausbau der Schulsozialarbeit


„Ausbildung (wieder nicht) für Alle?“
Stellungnahme des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zum
Berufsbildungsbericht 2011

Die Bundesregierung kommt im Berufsbildungsbericht 2011 zu einer insgesamt

positiven Bewertung der Situation am Ausbildungsstellenmarkt: Die

Ausbildungslage habe sich weiter verbessert, weil mehr betriebliche Ausbildungsplätze angeboten werden und demografiebedingt weniger Jugendliche eine Ausbildungsstelle suchen.

Die Jugendsozialarbeit teilt das positive Fazit des Berichts nicht. Viele Probleme und Benachteiligungen am Ausbildungsmarkt haben sich seit Jahren

verfestigt und bestehen unverändert fort. Die sieben Bundesorganisationen,

die sich gemeinsam im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit für die Teilhabe benachteiligter junger Menschen einsetzen, nehmen deshalb im Folgenden Stellung zu den zentralen Aussagen im Berufsbildungsbericht 2011 und benennen die wesentlichen Handlungsbedarfe aus Sicht der Jugendsozialarbeit.

Stellungnahme (434kB)

Weitere Informationen:

Ausbildung für alle


Gesetzentwurf zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
Stellungnahme des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Wie schon bei vorangegangen Instrumentenreformen, nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit erst allgemein zum aktuellen Gesetzentwurf und danach zu konkreten Regelungen Stellung. Im Fokus steht dabei die Fördersituation junger Menschen, die auf dem Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Grundlage unserer Bewertungen und Vorschläge sind die umfassenden Erfahrungen in der praktischen, bundesweiten Umsetzung der bisherigen Instrumente und Maßnahmen im SGB II und III durch die Träger der Jugendsozialarbeit, die zudem durch eigene Untersuchungen des Kooperationsverbundes vertieft und ausgewertet wurden. Hervorzuheben ist die vom IAW Tübingen aktuell vorgelegte „Expertise zur Umsetzung ausgewählter Instrumente des Gesetzes zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene (U25)“.

Stellungnahme (973kB)

Expertise (468kB)

Methodenteil Expertise (361kB)


„Ausgrenzung junger Menschen verhindern – neue Wege in der Förderung gehen und Jugendsozialarbeit stärken“
Situationsbeschreibung und Handlungsempfehlungen für eine gesellschaftliche Integration besonders förderbedürftiger junger Menschen
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Viel zu viele junge Menschen leben am Rand der Gesellschaft. Sie verfügen

über keinen Schul‐ oder Berufsabschluss, leben in Armut, haben Schulden,

Sucht‐ oder andere psychosoziale Probleme. Einige werden straffällig oder

sind wohnungslos; laut Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe gilt dies 2010 für über 24.000 Jugendliche, insbesondere in Großstädten. Die meisten aber sind gar nicht im öffentlichen Raum sichtbar. In der Mehrzahl haben sie bereits mehrere Hilfsangebote durchlaufen und diese häufig durch einen Abbruch beendet. Alle Betroffenen verbinden geringe Zukunftsaussichten auf ein eigenständiges, selbst bestimmtes Leben und ein hohes Risiko, arbeitslos zu bleiben oder zu werden. Insgesamt gelten rund 540.000 Jugendliche und junge Erwachsene als „integrationsgefährdet“, das heißt, es ist sehr ungewiss, ob ihnen zukünftig die Integration in Beruf und Gesellschaft gelingt.

Positionspapier (481kB)


Gesetzentwurf zur Leistungssteigerung der arbeitsmarktpolitischen
Instrumente (Stand 6. April 2011)
Stellungnahme des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Wie schon bei vorangegangen Instrumentenreformen, nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit erst allgemein zum aktuellen Gesetzentwurf und danach zu konkreten Regelungen Stellung. Im Fokus steht dabei die Fördersituation junger Menschen, die auf dem Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Grundlage unserer Bewertungen und Vorschläge sind die umfassenden Erfahrungen in der praktischen, bundesweiten Umsetzung der bisherigen Instrumente und Maßnahmen im SGB II und III durch die Träger der Jugendsozialarbeit, die zudem durch eigene Expertisen und Untersuchungen des Kooperationsverbundes vertieft und ausgewertet wurden.

Stellungnahme (971kB)


Hinweise zur notwendigen Verbesserung und Weiterentwicklung der „Bildungsketten“ mit den Programmen „Berufseinstiegsbegleitung“, „Berufseinstiegsbegleitung – Bildungsketten“ und „Berufsorientierung“
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Für viele junge Menschen bleibt – trotz Bewerbermangels in manchen Regionen – die Suche nach einem Ausbildungsplatz weiterhin schwierig und oft erfolglos. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit unterstützt die Bemühungen des Bundesbildungsministeriums, den Übergang zwischen Schule und Ausbildung zu optimieren und dafür im Rahmen des Programms „Bildungsketten“ Mittel für eine praxisnahe Berufsorientierung sowie eine individuelle Übergangsbegleitung zur Verfügung zu stellen. Wir sprechen uns für die Weiterentwicklung und Entfristung der Programme der „Bildungsketten“ aus.

Allerdings müssen die Rahmenbedingungen sowie auch die Abstimmung der Programme untereinander noch dringend verbessert werden. Die Vielzahl unterschiedlicher Angebote muss auf wenige geeignete Maßnahmen reduziert werden, die den pädagogischen Anforderungen für einen kohärenten Förderverlauf entsprechen. Es geht also nicht um eine Reduzierung der Förderaktivitäten, sondern darum, diese effektiver und systematischer einzusetzen, damit durch rechtzeitige und gezielte individuelle Unterstützung sichergestellt wird, dass jungen Menschen der Übergang in den Beruf tatsächlich gelingt.

Positionspapier (457kB)


Positionen und Stellungnahmen 2010

Fortsetzung der Initiative „JUGEND STÄRKEN“ jetzt sichern – Bundesweite
Programme der Jugendsozialarbeit über 2011 hinaus erhalten
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Die Initiative „JUGEND STÄRKEN“ des Bundesministeriums für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert umfangreich notwendige Unterstützungsangebote der Jugendhilfe zur sozialen und beruflichen Integration benachteiligter junger Menschen. Die im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit zusammengeschlossenen Organisationen begrüßen, dass mit dieser Initiative die Situation junger Menschen mit schlechten Startvoraussetzungen sowie die Stärkung der Jugendsozialarbeit in den Fokus der Jugendpolitik gerückt wurden.

In der Zusammenarbeit von fünf verschiedenen Programmen, die im Wesentlichen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) (ko-)finanziert werden, ist nun die Grundlage für ein Netzwerk von abgestimmten Angeboten und Strukturen der Jugendsozialarbeit an über 1.000 Standorten geschaffen worden, das die kommunale Jugendsozialarbeit allein so nicht gewährleisten könnte.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit spricht sich deshalb nachdrücklich dafür aus, diese neuen kommunalen Strukturen nicht zu gefährden und auch nach dem Auslaufen der aktuellen ESF‐Förderphase im Jahre 2011 alle fünf Programme unter dem Dach des BMFSFJ im Rahmen der Jugendhilfe fortzusetzen. Darin sehen wir auch eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung der neuen europäischen Jugendstrategie. Allen jungen Menschen die Integration in einen Beruf sowie ein selbstständiges Leben zu ermöglichen, ist eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung für die kommenden Jahre, die nur in enger Zusammenarbeit vieler Akteure und der unterschiedlichen staatlichen Ebenen zu bewältigen ist.

Positionspapier (301kB)


Ausbildung für alle jungen Menschen – Konsequenzen für Berufsbildung und Förderung
Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit anlässlich des Berufsbildungsberichtes 2010: Notwendige Veränderungen bei der Förderung benachteiligter Jugendlicher zur Bewältigung einer Ausbildung

Mit dem Ziel „Ausbildung für Alle“ fordert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit passende Förderinstrumente, um der Ausgrenzung benachteiligter Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt zu begegnen. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit bewertet dabei nicht allein den Berufsbildungsbericht 2010 aus Sicht der Jugendsozialarbeit, sondern gibt konkrete Hinweise, wie junge Menschen mit Unterstützungsbedarf dennoch eine Ausbildung abschließen können, und nennt Kriterien, damit individuelle Förderung frühzeitig in der Schule beginnen und der Übergang in den Beruf gelingen kann. Im Fokus steht hier der Wunsch nach einer kohärenten Förderstrategie, zu der die Partner im Verbund ihre Expertise in die politische und fachliche Diskussion einbringen möchten. Abschließend erfolgt ein kurzer Ausblick auf die Entwicklung des Deutschen Qualifikationsrahmens.

Positionspapier (1kB)


Schreiben an die Bundestagsausschüsse „Bildung und Forschung“, „Arbeit und Soziales“ und „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“:

Berufsbildungsbericht 2010 im Bundestag: Das Ziel „Ausbildung für alle jungen Menschen“ wurde auch im letzten Ausbildungsjahr 2009 deutlich verfehlt – strukturelle Änderungen im Schul-, Ausbildungs- und Übergangssystem sind unabdingbar.

Schreiben an die Bundestagsausschüsse (1kB)


Neue Anforderungen durch das veränderte Fachkonzekt BVB: Personalausstattung ist an Zielgruppe anzupassen!

Der Kooperationsverbund hat kurzfristig ein Schreiben an die Bundesagentur für Arbeit zur aktuellen Situation „Umsetzung des neuen Fachkonzeptes BVB“ verfasst, nachdem durch Rückmeldungen zahlreicher Träger deutlich wurde, das diese zurzeit gebeten/gedrängt werden, unter Vertragsbedingungen dieses in der Zielgruppe erweiterte und pädagogisch anspruchsvollere Konzept umzusetzen, ohne dass die Rahmenbedingungen und Personalressourcen hierfür verbessert werden.

Schreiben an die BA (247kB)

Antwortschreiben der BA (1kB)


Positionen und Stellungnahmen 2009

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit gratuliert …

Frau Dr. Ursula von der Leyen zum neuen Amt als Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Frau Dr. Kristina Köhler zu ihrem neuen Amt als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Schreiben an Frau Dr. von der Leyen (229kB)

Schreiben an Frau Dr. Köhler (231kB)


Terminplan der BA für standardisierte Ausschreibungsverfahren 2010

Schreiben an den Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit, Herrn Frank-J. Weise wegen massiven Terminschwierigkeiten nach Veröffentlichung des Terminplans für bundesweite standardisierte Ausschreibungsverfahren in 2010.

Schreiben an die BA (159kB)

Antwortschreiben der BA (164kB)


Positionspapier: Förderung für Jugendliche optimieren – Schnittstellen zwischen den Rechtskreisen SGB II, III und VIII klären. Handlungsempfehlungen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit
Die komplexen Unterstützungsbedarfe von sozial und individuell benachteiligten Jugendlichen erfordern das effektive Zusammenwirken von unterschiedlichen Hilfesystemen (v. a. des SGB II und VIII), dies gelingt bislang viel zu selten. Vielerorts stehen sich unabgestimmte Maßnahmen und Angebote der Arbeitsagenturen, Träger der Grundsicherung und Jugendämter gegenüber, denn die Zuständigkeiten für die berufliche und soziale Förderung von Jugendlichen sind zersplittert. Viele Jugendliche erhalten deshalb kein passendes Förderangebot. Diese Problematik wird sich zudem weiter verschärfen, sollten die aktuellen Überlegungen zur erneut getrennten Aufgabenwahrnehmung von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit realisiert werden. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich deshalb dafür ein, dass die Schnittstellen zwischen den Sozialgesetzbüchern II, III und dem SGB VIII geklärt werden und sich die Kooperation der Akteure grundsätzlich verbessert. Notwendig sind gesetzliche und strukturelle Veränderungen, um die Zusammenarbeit vor Ort tatsächlich zu befördern. zum Positionspapier (509kB)


Brief an die Mitglieder des Lenkungsausschusses des Ausbildungspakts:

Trotz der Konjunkturkrise: Ausbildungschancen für benachteiligte junge Menschen sichern!

Brief (298kB)


Brief an Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales:

Fehlende Ausführungshinweise zum §16f (Freie Förderung) SGB II gefährden auch in diesem Jahr die Weiterarbeit vieler Kompetenzagenturen und weiterer Projekte zur beruflichen Integration Jugendlicher mit besonderem Förderbedarf

Brief (231kB)


Positionen und Stellungnahmen 2008

Umsetzungsbericht: Die Selbstverpflichtungen der Träger der Jugendsozialarbeit im Nationalen Integrationsplan

Im Juli 2007 hat die Bundesregierung den Nationalen Integrationsplan (NIP) verabschiedet. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit befürwortet und unterstützt dessen Anliegen, die Integration und Anerkennung von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland zu verbessern. Die Träger der Jugendsozialarbeit haben an der Entwicklung des NIP in der Arbeitsgruppe 3 mitgearbeitet und sind im Themenfeld „Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt“ drei explizite Verpflichtungen eingegangen. Darüber hinaus setzen sie Selbstverpflichtungen von Bund, Ländern und Kommunen im Rahmen der Jugendsozialarbeit für junge Menschen mit Migrationshintergrund um.

zum Umsetzungsbericht (335kB)


Entwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente – Stellungnahme zu den wesentlichen Neuregelungen für Jugendliche im SGB II und SGB III Mit dem vorliegenden Entwurf werden die angestrebte Übersichtlichkeit, Eindeutigkeit und Effizienz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente nicht erreicht. Wichtige Aspekte einer Neuausrichtung des SGB II – wie eine klare Priorität für die Ausbildung junger Menschen – fehlen ganz. Die nunmehr durchgängig vorgeschriebene Anwendung des Vergaberechtes gefährdet zudem stark die Qualität von sozialpädagogisch orientierten Maßnahmen. Besonders kritisch ist zu sehen, dass eine tragfähige Lösung für die weggefallenen sonstigen weiteren Leistungen (SWL) nicht erreicht wird – die vorgesehene „freie Förderung“ ist von ihrem vorgesehenen Umfang und den Fördervoraussetzungen keineswegs ein adäquater Ersatz. Insgesamt zeichnet sich deutlich ab, dass die Förderung benachteiligter und arbeitmarktferner junger Menschen zukünftig in wesentlichen Punkten weder einfacher noch passgenauer erfolgen wird. Das gilt auch für den bereits öffentlich diskutierten Rechtsanspruch auf Förderung zu einem Hauptschulabschluss. So sehr wir dieses Anliegen grundsätzlich unterstützen, wird in der vorliegenden Form – ausschließlich im Rahmen einer Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme – für viele bildungsferne Jugendliche der Schulabschluss unerreichbar bleiben. zur Stellungnahme (1kB)


Übergänge ermöglichen! Bildungspolitisches Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zum Bildungsgipfel von Bund und Ländern
Zuletzt hat es der Zweite Nationale Bildungsbericht belegt: Strukturelle Veränderungen des Bildungs- und Ausbildungssystems sind unbedingt notwendig. Aus Sicht der Jugendsozialarbeit müssen Bundesregierung und Länderregierungen den gemeinsamen Bildungsgipfel am 22.10.08 nun nutzen, um die Bildungs- und Ausbildungssituation junger Menschen tatsächlich zu verbessern. Grundsätzliche Passungsprobleme zwischen Schulsystem und Arbeitsmarkt führen u. a. dazu, dass das so genannte Übergangssystem, also Angebote an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf, in den letzten Jahren stark ausgeweitet wurde. Laut Bildungsbericht gelingt es zurzeit bis zu 500.000 jungen Menschen nicht, unmittelbar im Anschluss an die Schule eine Ausbildung zu beginnen. Die Übergänge gestalten sich dann oft unübersichtlich und langwierig, für Jugendliche ohne Schulabschluss oder mit Hauptschulabschluss sind sie besonders schwierig und riskant. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit sieht daher in diesem Übergangssystem dringenden Veränderungsbedarf. zum Positionspapier (503kB)


Vorrang für Ausbildung – Positionen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zu den Ausbildungschancen von Jugendlichen im Rechtskreis SGB II

Um der Frage nachzugehen, welche Ausbildungschancen Jugendliche im Rechtskreis SGB II erhalten, hat der PARITÄTISCHE für den Kooperations verbund Jugendsozialarbeit eine Studie beim Deutschen Jugendinstitut in Auftrag gegeben. Die zentralen Ergebnisse dieser Studie nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit zum Anlass, Verbesserungen in der Ausbildungsförderung von Jugendlichen im Rechtskreis SGB II zu fordern.

zum Positionspapier (606kB)


Stellungnahme: Mindestens 30 der insgesamt 215 Kompetenzagenturen sind in ihrer Existenz akut gefährdet. Zum Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Kofinanzierung des Modellprogramms Kompetenzagenturen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat am 25.07.2008 in einem Schreiben an ausgewählte Träger der Grundsicherung neue rechtliche Hinweise zur Kofinanzierung des Modellprogramms Kompetenzagenturen aus Bundesmitteln gemäß SGB II bekannt gegeben.

Darin beschränkt das BMAS die Kofinanzierung aus Eingliederungsmitteln der ARGEn und Optionskommunen auf maximal 20 % der Gesamtausgaben. Eine Kofinanzierung gem. SGB II wird außerdem ab sofort nur noch für diejenigen Kompetenzagenturen zugelassen, die auch bisher schon eine anteilige Finanzierung seitens der Grundsicherungsträger erhalten haben. Begründet wird dies mit der vorrangigen Finanzierungszuständigkeit der Kommunen. Träger, die bisher keine Kofinanzierung durch die Stellen der Grundsicherung erhalten haben, sollen auch zukünftig nicht gefördert werden.

Generell stimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit dem Bestreben zu, im Sinne der Nachhaltigkeit in erster Linie eine Kofinanzierung aus kommunalen Mitteln sicherzustellen. Allerdings weisen wir darauf hin, dass die so kurzfristig beschlossene Beschränkung der Kofinanzierung durch die örtlichen Grundsicherungsstellen auf 20 % der Gesamtausgaben bundesweit mindestens 30 der insgesamt 215 Kompetenzagenturen in ihrer Existenz akut gefährdet.

zur Stellungnahme (302kB)


Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit kritisiert deutlich den „Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“

Die sieben im Kooperationsverbund zusammengeschlossenen bundesweiten Verbände der Jugendsozialarbeit kritisieren deutlich, dass der Gesetzentwurf den Anforderungen einer Neuausrichtung des Arbeitsmarktes und verbesserter Förderstrategien für junge Menschen, die sozial benachteiligt sind, nicht gerecht wird. Alle wesentlichen Neuregelungen für Jugendliche im SGB II und SGB III wurden im Rahmen der Stellungnahme fachlich kommentiert und bewertet. Daraus resultiert aus Sicht der Jugendsozialarbeit die dringende Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung des Gesetzentwurfs.

zur Stellungnahme (1kB)


Der Deutsche Qualifikationsrahmen – eine Chance zur Integration benachteiligter Jugendlicher?

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit nimmt Stellung zu den vorliegenden Plänen für einen Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) und weist auf notwendige Anforderungen in Hinblick auf die Integration benachteiligter und bildungsferner Jugendlicher hin. Dafür ist es von zentraler Bedeutung, dass die Beschreibung der ersten Niveaustufe im DQR ausreichende Perspektiven für die Teilhabe und spätere Ausbildung dieser Jugendlichen eröffnet. Junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf dürfen nicht auf Grund mangelnder formaler Qualifikationen, wie etwa eines fehlenden qualifizierten Hauptschulabschlusses, dauerhaft ausgeschlossen werden. Der Qualifikationsrahmen würde ansonsten zu einem Exklusionsinstrument, das Selektionsmechanismen unseres abschluss-orientierten Bildungssystems weiter manifestiert statt sie zu überwinden.

zum Positionspapier (521kB)


Schreiben an die Vorsitzenden, Mitglieder und Stellvertreter(innen) des Ausschusses Arbeit und Soziales, des Ausschusses Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Ausschusses Bildung und Forschung im Deutschen Bundestag:

Die Rechtsauffassung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu § 16 Absatz 2 Satz 1 SGB II schränkt die Förderung arbeitsmarktferner junger Menschen stark ein. Lokale Gestaltungsspielräume müssen erhalten bleiben!

Schreiben (491kB)


Stellungnahme des Kooperationsverbundes zum Gesetzentwurf „Fünftes Gesetz zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Verbesserung der Ausbildungschancen föderungsbedürftiger junger Menschen“

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit begrüßt grundsätzlich die Zielsetzung der Bundesregierung, allen Jugendlichen – auch solchen mit Unterstützungsbedarf – eine faire Chance auf betriebliche Ausbildung zu eröffnen, die auch in dem Gesetzentwurf „Verbesserung der Ausbildungschancen förderungsbedürftiger junger Menschen“ ausdrücklich hervorgehoben wird. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit unterstützt das Vorhaben, mit einem Ausbildungsbonus zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für diese Jugendlichen zu erschließen, weist aber darauf hin, dass die Zuschüsse an Arbeitgeber großzügiger bemessen werden müssen, um tatsächlich wirksam zu werden. Unbedingt notwendig ist es aus Sicht des Kooperationsverbundes, den Ausbildungsbonus durch Angebote einer sozialpädagogischen Begleitung für die jungen Menschen und eine Unterstützung der Betriebe beim Ausbildungsmanagement zu flankieren. Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert außerdem, den neuen Ausbildungsbonus auch im SGB II zu verankern.

Stellungnahme (704kB)


Positionen und Stellungnahmen 2007

Offener Brief zum Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 21. November 2007:

Erfolgreiche Integration von besonders benachteiligten jungen Menschen massiv gefährdet

Offenen Brief (122kB)


Positionspapier des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zum „Ausbildungsplatzzuschuss“ – Initiative zur Schaffung von zusätzlichen betrieblichen Ausbildungsplätzen für benachteiligte Jugendliche Auf Initiative des Landes Baden-Württemberg hat der Bundesrat einen Gesetzentwurf zur Förderung von betrieblichen Ausbildungsplätzen für sog. Altbewerber vorgelegt (DRS 525/07). Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit begrüßt das Vorhaben, mit einem Ausbildungsplatzzuschuss zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze für diese Jugendlichen zu erschließen. Die Förderung muss zum Ausbildungsbeginn ansetzen und sich dann über den gesamten Ausbildungszeitraum erstrecken, damit Betriebe ausreichende finanzielle Anreize erhalten, um ihr Ausbildungsengagement gerade für diese Jugendlichen zu steigern. Unbedingt notwendig ist es auch, den Ausbildungsplatzzuschuss durch Angebote einer sozialpädagogischen Begleitung für die jungen Menschen und eine Unterstützung der Betriebe beim Ausbildungsmanagement zu flankieren. Damit der Ausbildungsplatzzuschuss von den Trägern der Grundsicherung und Arbeitsagenturen umgesetzt wird, muss er zumindest bis 2010 Bestand haben und darf nicht bereits nach einem Jahr wieder eingestellt werden. zum Positionspapier (248kB)


Positionspapier: Ausbildung für Alle – ein Ziel mit Konsequenzen für die Förderung benachteiligter Jugendlicher

Die konjunkturelle Belebung hat auch die Chancen von Jugendlichen auf dem Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt verbessert. Die Jugendarbeitslosigkeit ist rückläufig. Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres zeichnet sich 2007 trotz eines „Aufschwungs auf dem Ausbildungsmarkt“ (Bundesbildungsministerin Schavan am 30.08.07) dennoch auch in 2007 ab, dass sehr viele Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer ausgehen.

zum Positionspapier (121kB)

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