Ausbildung und Beruf

Ausbildung und Beruf bilden für Jugendliche eine grundsätzliche Voraussetzung für ein erfolgreiches Arbeitsleben und eine gesicherte Existenz. Sie sind ein wesentlicher Kristallisationspunkt bei der Identitätsfindung und der Loslösung junger Menschen vom Elternhaus, einer zentralen Entwicklungsaufgabe des Jugendalters. In der Jugendsozialarbeit setzen wir uns deshalb für einen Zugang zur Ausbildung für alle jungen Menschen ein! Angesichts des demographischen Wandels, einer sich wandelnden Arbeitswelt 4.0 sowie des sich abzeichnenden Fachkräftemangels erachtet es der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit als dringend erforderlich, das System der beruflichen Bildung mit dem Anspruch von Integration, Inklusion und Vielfalt weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet für den Kooperationsverbund, dass die (Berufs)Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik nachhaltige und zielführende Übergänge und Zugänge zum Erwerbsleben für benachteiligte und/oder beeinträchtigte Jugendliche gestalten und sicherstellen muss. Um dieses Ziel zu erreichen, wird sich der Kooperationsverbund mit seinen Positionen zu aktuellen ausbildungs- und arbeitsmarktpolitischen Vorhaben der Bundesregierung für Jugendliche in die fachliche und politische Debatte einbringen. Die Umsetzung der daraus resultierenden gesetzlichen Regelungen von SGB II, SGB III und SGB VIII bis hin zum Berufsbildungsgesetz (BBiG) wird in ihren Auswirkungen auf die Förderung der Jugendlichen und die Angebote der Jugendsozialarbeit beobachtet und kritisch begleitet.

Folgende Unterpunkte werden innerhalb des Themas bearbeitet:

  • Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote für junge Menschen im Übergang Schule – Beruf, u.a. Mitgestaltung der Neuausrichtung der Förderinstrumente für junge Menschen im SGB III
  • Förderung des Jugendwohnens und damit der Mobilität junger Menschen auf dem Ausbildungsmarkt
  • Weiterentwicklung der Ausbildungsbegleitung: Assistierte Ausbildung (AsA) nach §§ 74 – 75a SGB III, zur flexiblen und individuell gestalteten Unterstützung von Auszubildenden und Betrieben gleichermaßen mit dem Ziel des Ausbildungsabschlusses.
  • Gestaltung einer inklusiven beruflichen Bildung, um sicher zu stellen, dass alle jungen Menschen eine berufliche Perspektive erhalten und deren gesellschaftliche Teilhabe an Ausbildung und Beschäftigung gegeben ist.
  • Sicherstellung von digitaler Infrastruktur und adäquaten Weiterqualifizierungen der Mitarbeitenden in der Jugendberufshilfe, damit diese junge Menschen für eine Arbeitswelt 4.0 vorbereiten kann.

Veröffentlichungen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Alle Veröffentlichungen finden Sie hier!

Federführung:
BAG KJS
Dr. Michael Herkendell
E-Mail