2012

Positionen und Stellungnahmen 2012

Gegen das Primat des Preises! Die Qualität der Berufseinstiegsbegleitung ist in Gefahr!
Die Weiterführung der Berufseinstiegsbegleitung muss optimal ressourcen- und qualitätsorientiert die Förderung der Jugendlichen realisieren.

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Die derzeit in Sachsen und Nordrhein-Westfalen bei der Vergabe von Maßnahmen der Berufseinstiegsbegleitung nach § 49 SGB III durch die Regionalen Einkaufszentren (REZ) der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu beobachtende Auswahl der Träger folgt an vielen Standorten der Logik des niedrigen Preises. Wo dies der Fall ist, wird die Zielsetzung der Berufseinstiegsbegleitung konterkariert und deren Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen zerstört.

Was will dieses Papier: Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit fordert, die Weiterführung der Berufseinstiegsbegleitung so zu sichern, dass bewährte Kooperationen fortgesetzt werden können und eine den Anforderungen angemessene Bezahlung für entsprechend qualifiziertes Personal erfolgt. Da dies an einigen Standorten durchaus gelingt, ist offensichtlich, dass dies auch unter den Voraussetzungen der Vergabe möglich ist.

Positionspapier (421kB)

Weitere Informationen:

Berufseinstiegsbegleitung


„Wann, wenn nicht jetzt? – Das Recht auf Ausbildung umsetzen!“

Aufruf des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit gemeinsam mit dem DGB und der GEW zum Beginn des Ausbildungsjahres 2012

Aufruf Ausbildungsgarantie (454kB)

Ausbildung für alle jungen Menschen: Diskriminierung beenden – Vielfalt fördern
Notwendige Veränderungen zur Verbesserung der Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund und der Beitrag der Jugendsozialarbeit

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind im deutschen Bildungs‐ und Berufssystem – von der Grundschule bis zum Ausbildungs‐ und Arbeitsmarkt – von (messbaren und in zahlreichen Untersuchungen belegten) Benachteiligungen betroffen.

Was will dieses Papier: In prägnanter Form wird die aktuelle Ausbildungssituation junger Menschen mit Migrationshintergrund dargelegt. Für die unterschiedlichen Akteure werden konkrete Handlungsempfehlungen vorgelegt und es wird abschließend aufgezeigt, inwiefern die Jugendsozialarbeit zu Verbesserungen beitragen kann.

Positionspapier (538kB)

Weitere Informationen:

Chancengerechtigkeit


Junge Menschen nicht zu „Bildungsverlierern“ machen!
Bildungspolitik und Bildungssystem müssen weiterentwickelt werden, um Chancengleichheit für alle Kinder und Jugendlichen herzustellen

Kurz und bündig

Zentrale Aussage: Es gelingt dem Bildungssystem weiterhin nicht genügend, die von Benachteiligung betroffenen Kinder und Jugendlichen zu fördern. Grundlegende Änderungen sind daher nötig.

Was will dieses Papier: Regelmäßig nimmt der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit – im Rahmen seines Bildungsmonitorings – zu den Nationalen Bildungsberichten Stellung. Er benennt konkrete Änderungsbedarfe, um zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu kommen. Wesentlich hierfür ist der Beitrag, den die informellen und non‐formalen Bildungsanbote der Jugendhilfe und vor allem die Bildungs‐ und Ausbildungsangebote der Jugendsozialarbeit leisten können, um Benachteiligung entgegenzuwirken und Kompetenzen junger Menschen umfassend zu fördern.

Stellungnahme (497kB)

Weitere Informationen:

Bildung und Bildungspolitik


„Zukunftschancen junger Menschen nicht länger vergeben!“
Von der zentralen Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen zu qualitätsorientierten, dezentralen Verfahren – damit die Förderung junger Menschen gelingt!

Kurz und bündig:

Zentrale Aussage: Die Praxis der Vergabe durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist aus Sicht der Jugendsozialarbeit unhaltbar. Kontinuität, Zuverlässigkeit und pädagogische Qualität der Förderung junger Menschen sind genauso wenig zu erreichen wie Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ein neues, dezentrales Verfahren muss zukünftig sicherstellen, dass tatsächlich ein fairer Wettbewerb um die Qualität von Maßnahmen entstehen kann und nicht wesentlich ein niedriger Preis entscheidet.

Was will dieses Papier: Wie lassen sich pädagogische Qualität und wirtschaftliche Leistungserbringung so vereinbaren, dass passende Förderangebote sichergestellt werden können? Hierzu bietet der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit mit diesem Papier Antworten. Die negativen Auswirkungen der Vergabepraxis für die Förderung junger Menschen und die Träger der Maßnahmen werden – auch mit konkreten Beispielen aus der Praxis – beschrieben und nachgewiesen. Diese müssen – auch für Politik und Verwaltung – bekannt sein, um die derzeitige Vergabepraxis beurteilen zu können. Es werden Kriterien abgeleitet, die für eine qualitätsorientierte Form der Beauftragung gelten müssen. Als eine mögliche Alternative zur Vergabe wird u. a. die Leistungserbringung im sozialrechtlichen Dreiecksverhältnis gesehen.

Positionspapier (522kB)

Weitere Informationen:

Vergabe von Arbeitsmarktdienstleistungen


„Wann, wenn nicht jetzt? Ausbildungschancen für alle jungen Menschen!“
Stellungnahme zum Berufsbildungsbericht 2012

Kurz und bündig:

Zentrale Aussage: Für viele Jugendliche hat sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt keineswegs entspannt – es fehlen Ausbildungsplätze sowie eine angemessene Förderung, sodass weiterhin fast 300.000 junge Menschen nach Schulabschluss in Maßnahmen statt Ausbildung münden.

Was will dieses Papier: Für die Jugendsozialarbeit ist die fortlaufende Analyse der Ausbildungssituation notwendig, um politische Handlungsempfehlungen aussprechen und Konsequenzen für die eigene pädagogische Arbeit ableiten zu können. Das Papier zeigt auf, dass sich die Ausbildungssituation insbesondere für benachteiligte Jugendliche keineswegs „von allein“ bessern wird – die Förderung und Unterstützung vor und während der Ausbildung muss kontinuierlich gewährleistet werden.

Stellungnahme (499kB)

Weitere Informationen:

Ausbildung für alle


Schreiben an die Träger der Berufseinstiegsbegleitung

„Berufseinstiegsbegleitung in Gefahr – geplante flächendeckende Einführung rückt in weite Ferne!“

Schreiben an die Träger (454kB)


Schreiben an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

zum Verordnungsentwurf AZAV (Stand 02.01.12) vom 13. Januar 2012

Schreiben AZAV (464kB)

Kontakt

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