Nationaler Aktionsplan Integration (NAPI)

Im Nationalen Aktionsplan Integration (NAPI) bekennen sich Bundesregierung und Zivilgesellschaft zur gemeinsamen Verantwortung für die Ausgestaltung guter Bedingungen für Integration. In neun Dialogforen trugen die zuständigen Ministerien und die eingeladenen gesellschaftlichen Akteure verbindliche Ziele und Maßnahmenkataloge für ihre jeweiligen Verantwortungsbereiche zusammen. Umgekehrt waren Vorschläge zu gesetzlichem Veränderungsbedarf oder zu notwendigen Veränderungen bei den Maßnahmen der öffentlichen Hand in den Dialogforen nicht vorgesehen.

Im Rahmen des Forums „Bildung, Ausbildung, Weiterbildung“ formulierte der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit in Form von Selbstverpflichtungen seine Beiträge zu einer chancengerechten Teilhabe junger Menschen mit Migrationshintergrund in Schule, Ausbildung und Beruf.

Bei diesen Maßnahmen, zu denen sich der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit im Namen der Trägerorganisationen der Jugendsozialarbeit verpflichtet hat, handelt es sich bei Weitem nicht um eine vollständige Aufzählung der Aktivitäten in diesem Bereich; ausgewählt wurden vor allem Maßnahmen und Angebote, die auch entsprechend quantitativ evaluiert und dokumentiert werden können.


Der Beitrag der Jugendsozialarbeit im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Integration (NAPI)

  • Interkulturelle Öffnung der Bildungseinrichtungen
    Interkulturelle Unterstützungsangebote der Jugendmigrationsdienste für andere
    Institutionen zur Umsetzung von interkulturellen Öffnungsstrategien
  • Erhöhung des Anteils des Personals mit Migrationshintergrund im Bildungswesen
    und in der Sozialarbeit
     Gezielte Erhöhung des Personals mit Migrationshintergrund in den Jugendmigrationsdiensten
  • Elternarbeit ausbauen
    Bundesweites Beratungsangebot für Eltern zu Fragen der Erziehung, Bildung und Ausbildung ihrer in   Jugendmigrationsdiensten betreuten Jugendlichen im Rahmen der Initiative „JUGEND STÄRKEN“
  • Unterstützungspotenziale der Migrantenorganisationen aktivieren
    Verstärkte Kooperationen der Träger der Kinder- und Jugendhilfe mit Migrantenorganisationen
  • Verstärkung und Vernetzung bildungsbegleitender Integrations- und Förderangebote im sozialen Umfeld
    – Bildungsberatung der Jugendmigrationsdienste für junge Menschen mit Migrationshintergrund, u.a. zu
    Fragen der Anerkennung von Bildungsabschlüssen und Nutzung ihrer im Ausland erworbenen Kompetenz
    – Gruppenangebote der Jugendmigrationsdienste zur Förderung der sprachlichen, schulischen,
    beruflichen und sozialen Integration
  • Reduzierung der Zahl der Schulabgänger/-innen ohne Abschluss bis zum Jahr 2015 im Bundesdurchschnitt auf 4 % und Angleichung der Quote von Jugendlichen mit Migrationshintergrund am Gesamtdurchschnitt aller Schüler/-innen
    Programm „Schulverweigerung – Die 2. Chance“ im Rahmen der Initiative „JUGEND STÄRKEN“
    zur Reintegration von schulverweigernden Jugendlichen in das Regelschulsystem
  • Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch eine verbesserte Gestaltung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung
    – Individuelle Begleitung des Übergangs Schule/Ausbildung durch „Jugendmigrationsdienste“ und
    – „Kompetenzagenturen“ im Rahmen der Initiative „JUGEND STÄRKEN“
    (individuelle Integrationsförderplanung und Beratung am Übergang Schule/Beruf)
    – Modellprogramm „Aktiv in der Region“: Aufbau von kommunalen Strukturen für benachteiligte
    Jugendliche am Übergang Schule/Beruf; Stärkung des § 13 SGB VIII) und Programmmonitoring
    – Individuelle Begleitung des Übergangs Schule/Ausbildung und Vorbereitung noch nicht ausbildungsreifer
    junger Menschen auf die Aufnahme einer Berufsausbildung, Erprobung trialer Ausbildungsmodelle
    – Verankerung von kohärenten Förderstrategien und Instrumenten (Lobbyarbeit, Entwicklung und Veröffentlichung
    von Kriterien und Gesetzesvorschläge an den Schnittstellen des SGB II, III und VIII)
    zur Schaffung eines möglichst lückenlosen, durchgängigen und passgenauen Fördersystems am Übergang
    von der Schule  in Ausbildung/Beruf
  • Sicherstellung von durchgängiger (fach-)sprachlicher Bildung
    – Vermittlung von Sprachförderangeboten im Rahmen des Hochschulgarantiefonds vor Aufnahme
    eines Hochschulstudiums und studienbegleitend

Veröffentlichungen

Pressemitteilung vom 31. Januar 2012
„Gleiche Chancen für junge Menschen mit Migrationshintergrund haben wir noch lange nicht erreicht!“
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit unterstützt den Nationalen Aktionsplan Integration der Bundesregierung
und sieht weiteren Handlungsbedarf
Pressemitteilung (477kB)

Artikel in der DREIZEHN, Ausgabe 5

Sabine Skutta und Hans-Dieter Walker: „UN-Kinderrechtskonvention nun ohne Vorbehalt!
Was ändert sich für junge Migranten/-innen ohne sicheren Aufenthalt?“
Artikel DREIZEHN (209kB)

Schreiben
des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit an die Beauftragte der Bundesregierung für
Migration, Flüchtlinge und Integration vom 18. Juli 2008
Schreiben an die Migrationsbeauftragte (969kB)

DREIZEHN, Ausgabe 2
„Der Nationale Integrationsplan: Eine Agenda auf dem Prüfstand“
DREIZEHN, Ausgabe 2 (1kB)


Weitere Informationen

Zweiter Integrationsindikatorenbericht

erstellt für die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
2. Integrationsindikatorenbericht

BIBBreport

„Junge Menschen mit Migrationshintergrund: Trotz intensiver
Ausbildungsstellensuche geringere Erfolgsaussichten“
BIBBreport

Umsetzungsbericht
„Die Selbstverpflichtungen der Träger der Jugendsozialarbeit im Nationalen Integrationsplan“


Weiterführende Links

http://www.bmi.bund.de/DE/Themen/MigrationIntegration/Integration/Nat_Integrationsplan/integrationsplan_node.html

http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2011/12/2011-12-27-integration-nationaler-aktionsplan.html

http://www.bamf.de/SharedDocs/Dossiers/DE/dialogforum-7.html

Portal der Jugendmigrationsdienste (JMD-Portal)

Nationaler Aktionsplan Integration

Federführung:
BAG EJSA
Judith Jünger
E-Mail

Veröffentlichungen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit

Alle Veröffentlichungen finden Sie hier.