JUGEND STÄRKEN im Quartier

Die Programme in der ESF-Förderphase 2014 bis 2020 der Initiative JUGEND STÄRKEN unterstützen die individuelle Begleitung benachteiligter junger Menschen am Übergang Schule / Beruf und dienen zugleich der Stärkung der kommunalen Jugendsozialarbeit. Das ESF- Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ (siehe Veröffentlichungen) setzt in der aktuellen Förderphase die fachlichen Erkenntnisse der Vorgängerprogramme um. Die Stellung der Kommune als Koordinierungs- und Steuerungsinstanz der Jugendhilfeangebote wird insbesondere in den Blickpunkt gerückt, kommunale Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII soll gestärkt und freie Träger der Jugendhilfe einbezogen werden. Das Programm kombiniert sozialpädagogische Unterstützungsangebote und Projekte, die zur Aufwertung des unmittelbaren Wohnumfeldes und zur Aktivierung junger Menschen beitragen. So werden junge Menschen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf gezielt gefördert und Nachbarschaften vor Ort gestärkt.

Das Programm arbeitet erstmals mit einem anderen Bundesressort, dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat  (BMI), verbindlich zusammen. Dadurch werden finanzielle Ressourcen und fachliches Know-how  in die Gebiete des Städtebauförderungsprogrammes „Soziale Stadt“ oder vergleichbare Brennpunkte gelenkt und dort gebündelt.
Von 2015 bis 2018 entwickeln bundesweit 176 Modellkommunen ihre Angebote für benachteiligte junge Menschen und bauen ihre Kooperation im örtlichen Netzwerk aus. Über individuelle Förderangebote und Mikroprojekte sollen nicht nur die Kompetenzen und die Persönlichkeit junger Menschen gestärkt, sondern auch ein Mehrwert für das Quartier geschaffen werden (beispielsweise durch Anlegen eines Gemeinschaftsparks oder durch Organisation eines interkulturellen Stadtteilfestes). Damit leistet JUGEND STÄRKEN im Quartier einen Beitrag zu einer integrierten, sozialen Stadtteilentwicklung.

Die Förderrichtlinie  (siehe Veröffentlichungen) zur neuen Förderrunde des Programms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ wurde am 16. Februar 2018 veröffentlicht. Das Interessenbekundungsverfahren (siehe Veröffentlichungen) ist am 26. Februar gestartet. Es richtet sich an interessierte Kommunen, die bereits in der ersten Förderphase aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wurden. Von 2019 bis Mitte 2022 können Träger weitere Mittel erhalten, um ihre Projekte weiterzuentwickeln und die Strukturen vor Ort zu stärken. Für die zweite Förderrunde steht ein Budget von 101,2 Millionen Euro zur Verfügung – davon stammen 97 Millionen Euro aus ESF-Mitteln; 4,2 Millionen Euro stellt der Bund zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt in den Gebieten des Städtebauförderungsprogramms Soziale Stadt und vergleichbarer Brennpunkte.

Frau Schulte-Beckhausen, BMFSFJ, hat auf einer Veranstaltung des  „NRW-Forum Jugend stärken im Quartier“ am 28.2.2018 in Gelsenkirchen einen Überblick über die aktuelle Förderphase (siehe Veröffentlichungen) und einen Ausblick auf 2019 ff. gegeben.

Zwei aktuelle Projekte mit Zielgruppen der Jugendsozialarbeit stellten sich auf dieser Veranstaltung vor:

  • Das Projekt „ABC – Aufsuchen-Beratung-Clearing“ (Clearingstelle)  (siehe Veröffentlichungen) und das Projekt „Lotsen“ (Case Management) des Landkreis Olpe (Projektträger) (siehe Veröffentlichungen), welche gemeinsam mit dem Weiterleitungsempfänger Katholisches Jugendwerk Olpe durchgeführt werden.
  • Das Mikroprojekt „Lernzentrum“ (siehe Veröffentlichungen), eine Aktivität der Beratungsstelle Checkpoint Süd der Stadt Krefeld (siehe Veröffentlichungen), welches gemeinsam mit dem Sozialwerk Krefelder Christen im Rahmen mehrerer Mikroprojekte (siehe Veröffentlichungen) umgesetzt wird.

JUGEND STÄRKEN im Quartier wird ergänzt durch das ESF-Bundesprogramm Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ (siehe Veröffentlichungen), welches Projekte für langzeitarbeitslose Frauen und Männern ab 27 Jahren fördert, die die Qualifikation und beruflichen Perspektiven der Menschen verbessern sowie die lokale Ökonomie stärken.

 


Veröffentlichungen

 ESF- Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier“
Dieses Programm setzt in der aktuellen Förderphase die fachlichen Erkenntnisse der Vorgängerprogramme um.
„JUGEND STÄRKEN im Quartier“
Die Förderrichtlinie zur neuen Förderrunde des Programms „JUGEND STÄRKEN im Quartier“
Sie wurde am 16. Februar 2018 veröffentlicht
„NRW-Forum Jugend stärken im Quartier“
Diese Veranstaltung hat am 28.2.2018 in Gelsenkirchen einen Überblick über die aktuelle Förderphase und einen Ausblick auf 2019 ff. gegeben

Aktuelle Projekte mit Zielgruppen der Jugendsozialarbeit
Jugend Stärken im Quartier: KOOL – Kompetenzagentur Olpe mit den Teilprojekten „ABC – aufsuchen – Beraten – Clearing“ und Projekt „Lotsen“
Projekt „ABC – 2015 bis 2018 – 1,1MB

Die KOOL Projekte aus Sicht des Kreis Olpe:
„Lotsen“ – Landkreis Olpe

Die KOOL Projekte aus Sicht des freien Trägers:
Durchführung durch den Weiterleitungsempfänger Katholisches Jugendwerk Olpe

Das Mikroprojekt „Lernzentrum“ , eine Aktivität der Beratungsstelle Checkpoint Süd der Stadt Krefeld, welches gemeinsam mit dem Sozialwerk Krefelder Christen im Rahmen mehrerer Mikroprojekte  umgesetzt wird.
PDF Mikroprojekt „Lernzentrum -2018 – 1,5MB
Das Mikroprojekt „Lernzentrum“ aus Sicht der Stadt Krefeld:

Beratungsstelle Checkpoint Süd

Das Mikroprojekt „Lernzentrum“ aus Sicht des freien Trägers:

Mikroprojekte

ESF-Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“
Projekte für langzeitarbeitslose Frauen und Männern ab 27 Jahren.
Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ

JUGEND STÄRKEN im Quartier

Federführung:
AWO
Dieter Eckert
E-Mail

Veröffentlichungen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit
Alle Veröffentlichungen finden Sie hier.