Berufseinstiegsbegleitung

Die Berufseinstiegsbegleitung (BerEB, § 49 SGB III) richtet sich an leistungsschwächere Schülerin-nen und Schüler, die voraussichtlich Probleme haben, einen Schulabschluss zu erlangen und damit auch Gefahr laufen, einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu verpassen. Um dieses Risiko zu minimieren, unterstützt die Berufseinstiegsbegleitung diese Schülerinnen und Schüler intensiv in der Phase des Berufseinstiegs.

Mit der Reform des SGB III im Jahr 2011 wurde die Berufseinstiegsbegleitung dauerhaft im SGB III verankert und kann seitdem an allen allgemeinbildenden Schulen durchgeführt werden. Die neue Regelung sieht allerdings ein Kofinanzierungserfordernis durch Dritte vor. Nachdem zunächst der Bund die Kofinanzierung übernommen hatte, werden die Maßnahmen der Berufseinstiegsbeglei-tung für die Schuljahre 2014/2015 bis 2018/2019 mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert. Mit dieser Kofinanzierung konnte die Zahl der betroffenen Schulen ausgeweitet wer-den, so dass etwa jede zweite weiterführende Schule BerEB anbietet.

Eine Entscheidung über die künftige Gestaltung der Kofinanzierung der BerEB muss noch in diesem Jahr erfolgen, da die Kofinanzierung über ESF-Mittel Ende des Schuljahres 2019 ausläuft. Nachdem es in der Vergangenheit nicht gelungen ist, eine Kofinanzierung aus Ländermitteln sicherzustellen, muss aktuell geklärt werden, inwieweit die Länder künftig in die Finanzierung einbezogen werden können.

Aus Sicht der Jugendsozialarbeit ist die Berufseinstiegsbegleitung ein wichtiges und dringend zu erhaltendes Förderinstrument, da es bereits frühzeitig in Schulen ansetzt und präventiv dort anset-zen kann, wo ein nahtloser Übergang von Schule in Ausbildung gefährdet sein könnte. Künftig wäre darauf hinzuwirken, BerEB an allen weiterführenden Schulen anzubieten. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass bisherige Standards erhalten bleiben.

Berufseinstiegsbegleitung

Federführung:
BAG KJS
Michael Herkendell
E-Mail

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