PRESSEMITTEILUNG

 
"Bildung verbessern und Ausbildung garantieren – junge Menschen nicht länger ausschließen und zurücklassen!"

Berlin, 16. Januar 2015. Eine gute schulische und berufliche Qualifikation ist die beste Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Angesichts der aktuellen Bundestagsdebatte zu den Empfehlungen des 5. Nationalen Bildungsberichts fordert der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit grundlegende Verbesserungen in der Bildung und Förderung junger Menschen.

"Es gelingt dem Bildungssystem weiterhin nicht, die von Benachteiligung oder Beeinträchtigung betroffenen Kinder und Jugendlichen angemessen zu fördern", so Doris Beneke, Sprecherin des Kooperationsverbundes. "Stattdessen wächst die Gefahr, dass bei der sozialen Schieflage dieses Systems junge Menschen früh abgehängt werden, denn viele scheitern bereits in der Schule oder bleiben am Ende ganz ohne Ausbildung." Bei der Unterstützung benachteiligter Jugendlicher auf ihrem Weg durch Schule und Ausbildung sind kurzfristige Projektförderungen und wechselnde Programme kontraproduktiv. Aus Sicht des Kooperationsverbundes ist eine kohärente Förderstruktur am Übergang Schule – Beruf, verbunden mit einer angemessenen Finanzausstattung der Kommunen, dem bedarfsgerechten Ausbau der Schulsozialarbeit, der qualitativen Entwicklung der Ganztagsschule sowie einer bundesweiten Ausgestaltung der Jugendberufsagenturen notwendige Voraussetzung für einen jugendpolitischen Kurswechsel.

"Gelungene Inklusion ist noch lange nicht Realität. Wir brauchen die gelebte Verantwortung aller Beteiligten und eine auskömmliche Finanzierung, um Bildungsgerechtigkeit und Inklusion zu fördern", so Beneke. Gemeinsames Ziel müsse es sein, allen Kindern und Jugendlichen einen erfolgreichen Bildungsweg und einen Berufsabschluss zu ermöglichen. Der Kooperationsverbund fordert die bundesweite Etablierung der Assistierten Ausbildung sowie eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen. Ebenso müssen Bildungsbeschränkungen für junge Einwanderer/-innen und Flüchtlinge weiter abgebaut werden.


Kontakt:
Annika Koch
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit
E-Mail
 
 

Pressemitteilung

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